Mütter & Frauen – warum sie so wichtig sind

Danke an alle Mütter und Frauen zum Internationalen Weltfrauentag
Internationaler Weltfrauentag: Wie wichtig sind Mütter und Frauen für unsere Kinder?

Anlässlich des Internationalen Weltfrauentages am 8. März beschäftigt sich papa.de mit den Frauen. Zumindest eine von ihnen gehört zu den wichtigsten Menschen im Leben eines Kindes: Der Mutter. Wir wären aber nicht papa.de, würden wir nicht am Weltmännertag (3. November) auch auf die Männer schauen. Doch heute, am Frauentag, dreht sich alles um die Frauen im Leben unserer Kinder und natürlich um die Mütter.

Schwangerschaft & Geburt: Das Leben beginnt mit Frauen

Das Wunder der Geburt nimmt im weiblichen Körper seinen Anfang. Nach der Befruchtung macht sich die Eizelle auf den Weg, um sich in der Gebärmutter einzunisten. Das menschliche Leben reift im Körper einer Frau heran und erblickt im Kreissaal durch die Geburtsbegleitung einer Hebamme das Licht der Welt. Zum ersten Mal geht das Baby auf Tuchfühlung mit dem weiblichen Busen, wenn es von der Muttermilch trinkt. Bis dahin hat der Embryo im Mutterleib den Herzschlag der Mutter gehört, ihrer Stimme gelauscht und war an ihren Blutkreislauf angeschlossen. Unter Schmerzen hat die Frau ihr Kind geboren, das sie bereits 9 Monate unter ihrem Herzen trug. Noch im Kreissaal verliebt sich das Kind zum ersten Mal – in die Mama. Nach der Geburt stillt die Mutter ihr Kind und versorgt es mit der besten Nahrung, die ein Baby überhaupt bekommen kann, um einen gesunden Start ins Leben zu haben.

Viele Frauen im Leben des Kindes

In den ersten Lebensjahren ist die Mutter die wichtigste Frau im Leben deines Kindes. Es wird von ihr genährt, gewickelt und geliebt und wenn du nicht zuhause bei deiner Familie bist, kümmert sich die Mama darum, dass es eurem Kind an nichts fehlt. Im Leben deines Kleinkindes gibt es vermutlich einen deutlichen „Frauenüberschuss“. Kinderbetreuung und Kindererziehung liegen nach wie vor überwiegend in Frauenhänden. Das bleibt bei deinem Kleinkind noch einige Jahre so. Neben der Mama sind auch die beiden Omas wichtige Frauen, die sich um das Kleine kümmern.

Kindererziehung in weiblicher Hand

Sobald dein Kind in den Kindergarten geht, erweitern sich seine Frauenbekanntschaften. Erzieherinnen übernehmen die Kinderbetreuung und später, in der Grundschule, sind es weibliche Lehrer, die deinem Kind Rechnen, Lesen und Schreiben beibringen. Zwar haben Kinder Opas und Onkel, doch meist ist der männliche Einfluss bei der Erziehung auf dich, die Großväter und Onkels beschränkt. Kinder, die von Müttern alleine aufgezogen werden, haben oftmals erst mit Männern Begegnung, wenn sie in Sportvereine und in weiterführende Schulen gehen.

Frauensachen und Männerdinger

Wofür sich Kinder in ihrer Kindheit interessieren, hängt auch davon ab, wie viel männlichen und weiblichen Einfluss sie haben und welchem Geschlecht sie angehören. Mädchen mögen Mädchenkram, Jungs stehen auf Männerzeug. Der Einfluss einer Frau auf ein Kind ist anders, als der eines Mannes. Frauen haben andere Interessen, unternehmen andere Dinge mit ihren Kindern und sie beschäftigen sich mit anderen Themen als Männer.

Was Mütter anderes machen als Väter

Nach wie vor sind Frauen in der Berufswelt benachteiligt, verdienen deutlich weniger und sind deshalb häufiger zuhause, wenn aus einem Paar Eltern werden. Frauen erfüllen die Rolle in der Kinderversorgung anders, als Männer. Dies liegt daran, das Frauen weitaus emotionaler und seit unzähligen Generationen in das typische Rollenbild hineingewachsen sind.

Während bei Papas Action und verrückte Sachen auf dem Programm stehen, kuscheln Mütter mit ihren Kindern und machen Unternehmungen, bei denen es ruhig zu geht. Das sind nicht die einzigen Unterschiede bei der Kinderbetreuung.

Mamas …

  • gehen häufiger spazieren.
  • sind weniger streng.
  • verbringen viel mehr Zeit mit ihren Kindern
  • gehen behutsamer und vorsichtiger mit Kindern um.
  • gehen mehr auf die Sensibilität ihrer Kinder ein.
  • haben mehr Körperkontakt zu ihren Kindern.
  • räumen das Kinderzimmer auf.
  • achten auf saubere Kleidung und ordentliche Frisur.
  • kümmern sich um gesundes Essen.
  • unterscheiden nicht zwischen Junge und Mädchen.
  • fördern eher die musischen Talende der Kinder.

Für Kinder ist die Mutter das emotionale Wesen, mit dem es zwar mehr Konflikte gibt, aber auch mehr Verständnis und emotionale Zuwendung, wenn das Kind traurig oder krank ist. An Mamas Brust können sich Kinder ausweinen und Trost finden. Männer trösten anders und überspielen häufig Traurigkeit, Schmerz und Angst mit männlichem Humor.

Familie ohne Mutter

Wenn alles gut läuft, sind Mutter und Vater eine feste Einheit und bilden die Basis der Familie. Leider ist das nicht immer so. Es kann vorkommen, dass die Mutter verstirbt. Hinterbliebene Väter müssen  versuchen, den fehlenden Elternteil zu ersetzen und dem Kind nicht nur Papa, sondern auch Mama zu sein.

Im Leben des Kindes klafft eine große Wunde, die vom bleibenden Elternteil so gut es geht, geschlossen wird. Kann man als zurückbleibender Elternteil überhaupt diese klaffende Wunde schließen und den fehlenden Elternteil ersetzen? Jein! Männer und Frauen unterscheiden sich in vielen Bereichen. Väter gehen die Dinge anders an, als Mütter. Das andere Geschlecht kann aufgrund dieser Unterschiede kaum die Elternrolle des fehlenden Elternteils ersetzen

Wie sehr der Tod der Mutter das Leben der Familie verändert, hat ein solcher Papa im Gastbeitrag „Mama verstirbt – plötzlich sind wir alleine“ beschrieben. Ein Mann kann niemals die Frau ersetzen, aber ein Papa kann seinem Kind all die Liebe und Fürsorge geben, die es braucht, um sich gesund zu entwickeln.

Doch nicht immer fehlt die Mama, weil sie verstorben ist. Alleinerziehende Trennungsväter leben ohne Mamas mit ihren Kindern zusammen. Das ist nicht immer einfach, denn einer Trennung voraus geht meist ein Beziehungskonflikt, der es schwer macht, sich als familiäre Einheit gemeinsam um das Kind zu kümmern. Verletzte Gefühle, Wut, Traurigkeit – vielleicht sogar auf beiden Seiten.

Was kann man Vätern raten, die von der Kindesmutter getrennt leben und das Kind ohne Mama aufziehen?

Trennungssituationen sind nicht leicht und bei einer Trennung geht es nicht um Schuldzuweisungen. Viel wichtiger ist der Blick auf´s Kind. Jedes Kind braucht männlichen wie auch weiblichen Einfluss. Jedes Kind braucht Vater und Mutter. Trennungsväter sollten nach Möglichkeit den Kontakt zwischen Mutter und Kind nicht abbrechen, sondern dem Kind zuliebe gemeinsam mit der Frau auf eine gute Mutter-Kind-Bindung hinwirken und eine Umgangsregelung installieren, die dem Kind gut tut.

Dies gilt sogar dann, wenn die Frau Fehler gemacht hat oder macht. Kinder in Watte packen, sie vor Enttäuschungen und Verletzungen schützen wollen, ist ein ehrbares Ziel, aber nicht zielführend. Ein Kind hat zur Trennungsmutter eine eigene Bezugsebene, die unabhängig von der Beziehung zwischen Mann und Frau stattfindet. Enttäuscht die Mutter das Kind, wird das Kind durch diese negative Erfahrung wachsen und selbst herausfinden, wo es Liebe und Fürsorge erfährt.

Sind Frauen wichtiger wie Männer?

Mal abgesehen davon, dass das Wunder von Schwangerschaft und Geburt nur durch Frauen geschehen kann, sind Frauen wichtig für Kinder. Mutter Natur hat den weiblichen Körper so ausgestattet, dass er den Säugling nähren kann, bis das Baby in der Lage ist, auch ohne Muttermilch leben und wachsen zu können. Babys sind auch nach Schwangerschaft und Geburt von der gebährenden Frau abhängig. Frauen versorgen ihren Nachwuchs zudem auf emotionaler Ebene, wie es Männer kaum können – oder vollkommen anders.

Mit zunehmendem Alter wird jedoch der männliche Einfluss in seiner Wichtigkeit immer präsenter. Väter stärken Kinder auf einzigartige Weise und Männer erziehen Kinder anders. Beim Toben und Spielen steht Action im Vordergrund. Das macht mutig und trainiert den Körper. Männer haben eine andere Streitkultur und sie nehmen die Dinge nicht immer ganz so ernst, wie Frauen. Männer machen ihre Kinder zu mutigen Helden, Frauen machen sie zu liebenden und feinfühligen Wesen. Alles in allem zollen wir den Frauen Respekt und Dankbarkeit dafür, dass sie so sind, wie sie sind und dafür, dass sie uns das Wunder Kind überhaupt erst möglich machen. Euch allen alles Liebe zum Frauentag!

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