Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen

Bild Übergewicht Kinder Jugendliche
Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat mitgeteilt, dass rund 15 Prozent aller Kinder und Jugendlichen im Alter von 3 bis 17 Jahren Übergewicht haben. Mehr als ein Drittel der betroffenen Kids ist adipös, also stark übergewichtig. Tendenz steigend!

Mein Kind ist ein Pummelchen – das ist doch nicht schlimm!?

Sprechen wir hier über das Thema “übergewichtiges Kind”, geht es nicht darum, ein fülliges Kind aufgrund ästhetischer Gesichtspunkte abzuwerten. Die übermäßige Körperfülle belastet Kinder vielfältig, so dass ich dich von Vater zu Vater dazu bewegen möchte, dein Kind zu unterstützen, etwas gegen zu hohes Körpergewicht zu unternehmen. Falls dein Sohn oder deine Tochter nicht betroffen ist, kannst du dennoch diesen nützlichen Artikel lesen, damit das auch so bleibt. Falls du das ein oder andere Kilo Speck zu viel hast, gibt´s für dich ebenfalls praktische Tipps, wie du trotz Job und Kind/ern ganz nebenbei abspecken kannst.

Warum ist Übergewicht für dein Kind und dich schädlich?

Keine Angst. Ich will nicht mit der Gesundheitskelle schwingen. Übergewicht ist gar nicht so schädlich, wie das immer gesagt wird. Erst einmal! Denn übergewichtige Menschen erkranken und sterben nicht sofort, weil sie zu viel wiegen, wie es bei der Bulimie häufig der Fall ist. Problematisch und unter Umständen sogar gefährlich wird es, wenn das Körpergewicht über viele Jahre hinweg weit über dem Normalgewicht liegt. Die Probleme steigen proportional mit jedem Kilo mehr auf den Rippen und mit jedem zusätzlichen Jahr, indem man dick ist.

Übergewicht ist zunächst einmal ein vornehmlich ästhetisches Problem und ein unpraktisches zugleich. Dick sein passt nicht in unser gesellschaftliches Weltbild. Jeder, von Klein bis Groß, hat ein schlankes Schönheitsideal zu erfüllen. Tolle Kleidung gibt es auch nur bis zu einer gewissen Körpergröße. Selbst für dein übergewichtiges Kind ist es schwer, passende Hosen, Shirts und Sweater zu finden. Entweder passen Klamotten in der Länge – oder in der Breite.

Außerdem ist es körperlich anstrengend, wenn Kinder und Erwachsene 5, 10, 20 oder mehr Prozent des normalen Körpergewichts mit sich herumschleppen müssen. Unweigerlich kommt es zu massiven Einschränkungen der Bewegungsfreiheit, aber auch der Bewegungsfreude. Ausdauer, Kondition und Fitness lassen ebenfalls signifikant nach.

Je mehr Gewicht, desto größer die Bewegungsunlust

Ab einem gewissen Übergewicht oder gar bei Fettleibigkeit (Adipositas) fällt es zunehmend schwerer, sich körperlich zu bewegen. Das gilt für Kinder genauso, wie für Erwachsene. Dadurch entsteht eine fatale Spirale. Denn gerade Bewegung ist bestens geeignet, Körpergewicht zu reduzieren. Wenn dein übergewichtiges Kind sich aber körperlich überanstrengt fühlt, weil es auf dem Spielplatz rumflitzt oder mit dir über den Fußballrasen rennt, verliert es die Lust auf Spielplatzbesuche und Fußballspielen. Dein Kind wird zum Couch-Potatoe, bewegt sich noch weniger, wird unzufrieden, weil es keinen körperlichen Ausgleich mehr hat und schon geht es mit dem Frustessen los. Chips, Gummibären, Schokolade – noch mehr Übergewicht. Der Weg in lebenslängliches Dicksein ist geebnet.

Die Langzeitfolgen von Übergewicht

Dicke Kinder werden gehänselt

Ich brauche dir sicher nicht zu erzählen, dass dicke Kinder gehänselt werden. Da du als Papa deinen Jungen oder dein Mädchen vor fiesen Kommentaren anderer Kindergartenkinder bzw. Klassenkameraden schützen willst, musst du tätig werden. Das Verhalten der anderen Plagen kannst du nicht ändern, daher musst du deinem Kind Selbstbewusstsein mit auf den Weg geben, aber es auch darin bestärken, sein Gewicht zu reduzieren. Dies ist ohnehin aus gesundheitlicher Sicht ratsam.

Zu hohes Körpergewicht deformiert das Skelett deines Kindes

Langfristig schädigt Übergewicht das Skelett eines jeden dicken Menschen. Noch schädlicher ist Übergewicht jedoch bei adipösen Kindern, da die Knochenstruktur noch sehr weich und dadurch viel leichter und schneller deformierbar ist. Dein Kind kann z. B. Plattfüße bekommen, wodurch später im zunehmenden Alter massive Rückenbeschwerden entstehen können. Die erhöhte Körperfülle belastet die Gelenke, die deutlich schneller verschleißen. Das Risiko, an Diabetes zu erkranken steigt signifikant. Auch Herz- und Kreislauferkrankungen werden durch anhaltendes Übergewicht gefördert. Soviel zu den gesundheitlichen Aspekten des Übergewichts.

Welches Gewicht ist bei Kindern normal?

Ein zu dickes Kind erkennst du nicht nur daran, wie viele Speckröllchen sich um die Hüfte deines Kindes ansammeln, sondern indem du deine Tochter bzw. deinen Sohn auf die Waage stellst, damit du den BMI ermitteln kannst. Der BMI, die Abkürzung steht für Body Mass Index, ist ein Wert, der unter Einbeziehung von

  • Körperlänge
  • Körpergewicht
  • Alter

aussagekräftig das Verhältnis von Körpergröße und Gewicht beziffert. Anhand des BMI Wertes lässt sich relativ gut erkennen, ob ein Kind bzw. Jugendlicher oder Erwachsener

  • untergewichtig
  • normalgewichtig
  • übergewichtig

ist. Während das Berechnen des BMI Wertes noch relativ einfach ist, musst du jedoch nach der BMI Berechnung in einer BMI Tabelle nachsehen, ob dein Kind Untergewicht, Normalgewicht oder Übergewicht hat. Für Jungen und Mädchen gibt es jeweils eine separate Tabelle. Beide findest du weiter unten. Jetzt kommen wir zuerst zur „Berechnung Body Mass Index“.

Den BMI von Kindern und Jugendlichen berechnen

Zum Wiegen geht es ohne Klamotten und Schuhe auf die Körperwaage. Dein Nachwuchs muss für einen Moment stillstehen und darf keine Faxen machen, damit du das Gewicht auf der Waage ablesen kannst.

Jetzt stellst du dein Kind ohne Schuhe mit dem Rücken an die Wand, greifst in den Werkzeugkasten, schnappst dir den Zollstock und misst die exakte Körpergröße. Dafür legst du am besten deinem Kind ein Buch gerade auf den Kopf. Der Abstand zwischen Unterseite des Buchs bis zum Fußboden entspricht der Körperlänge von Tochter / Sohn.

Mit den beiden Messergebnissen (Gewicht und Größe) kannst du mit einer Formel den BMI deines Kindes errechnen oder du verwendest einen BMI Rechner. So einen findest du z. B. hier. Dort trägst du lediglich Körpergröße, Gewicht, Alter sowie Geschlecht ein, schon wird der BMI des Kindes berechnet und angezeigt. Falls du ein Rechengenie bist, habe ich hier für dich die Formel:

BMI = m : l²

m steht für das Körpergewicht (in Kilogramm); l gibt die Körperlänge (in Metern) an.

Achtung: Die Körperlänge deines Kindes wird nur dann mit der oben beschriebenen Messmethode ermittelt, wenn dein Kind mindestens 25 Monate alt ist. Ist dein Kind jünger, wird zwar mit der gleichen BMI-Formel gerechnet, aber die Körperlänge wird im Liegen gemessen!

Nachdem du den Body Mass Index deines Kindes ermittelt hast, gleiche jetzt den Berechnungswert mit der passenden Tabelle ab.

Wichtig: Die Body Mass Index Tabelle für Kinder gibt es auch für Säuglinge, die erst wenige Wochen oder Monate alt sind. Da Mamas und Papas ohnehin die Vorsorgeuntersuchungen (U-Untersuchungen) wahrnehmen, bei denen der Kinderarzt die Gewichtskontrolle durchführt, habe ich die Tabelle erst ab 1 Jahr gestartet, da es sonst zu unübersichtlich wird.

BMI Tabelle Jungen – Kinder und Jugendliche

Suche in der linken Spalte das Alter deines Kindes und schaue mit dem BMI (der Wert unter „Untergewicht“, „Normalgewicht“, „Übergewicht“), ob dein Sohn unter-, normal- oder übergewichtig ist.

Alter des Jungen (Jahr)UntergewichtNormalgewichtÜbergewicht
1 15.516.818.3
1,514.916.117.5
214.515.717.1
2,514.615.817.2
314.415.617.0
3,514.215.416.8
414.115.316.7
513.915.216.7
614.015.316.8
714.215.517.1
814.415.717.5
914.616.018.0
1014.916.418.6
1115.316.919.3
1215.717.520.1
1316.318.220.9
1416.919.021.9
1517.619.822.8
1618.220.523.7
1718.721.124.4
1819.221.725.0

BMI Tabelle Mädchen – Kinder und Jugendliche

In der linken Tabellenspalte wählst du das Alter deiner Tochter aus. Gleiche dann mit dem BMI-Wert ab, ob deine Tochter zu viel, zu wenig oder optimales Körpergewicht auf die Waage bringt.

Alter des Mädchens (Jahr)UntergewichtNormalgewichtÜbergewicht
1 15.016.417.9
1,514.415.717.2
214.415.717.2
2,514.315.517.0
314.115.416.9
3,514.015.316.8
413.915.316.8
513.815.317.0
613.815.317.1
713.915.417.4
814.115.717.8
914.416.118.4
1014.816.619.1
1115.317.220.0
1215.918.020.9
1316.518.821.9
1417.219.622.9
1517.720.223.7
1618.120.724.2
1718.321.024.7
1818.521.324.9

Dein Kind hat Übergewicht – Was jetzt?

Hat die BMI Kalkulation und der Blick in die Body Mass Index Tabelle für Kinder und Jugendliche offenbart, dass dein Kind übergewichtig ist, stellt sich dir jetzt die Frage, was du tun kannst. Das ist jede Menge:

  • Achte auf gesunde und ausgewogene Ernährung deines Kindes.
  • Unternehme viel mit der Familie – vor allem: Geht nach draußen, da bewegt ihr euch mehr.
  • Motiviere dein Kind (natürlich altersentsprechend) zu Sport.
  • Gehe als verantwortungsbewusster und fürsorglicher Vater als bestes Beispiel voran.

Muss man bei Übergewicht etwas tun?

Von Großeltern und Eltern werden die “paar Kilos zuviel” gerne als Babyspeck abgetan und wer kennt nicht den Spruch aus Oma´s Munde:

“Das verwächst sich schon von alleine!”

Dies kann zwar passieren, aber häufig ist frühkindliches Übergewicht der Grundstein, bis ins Erwachsenenalter immer mehr zuzunehmen und sich kontinuierlich weiter vom Normalgewicht zu entfernen. Das Abnehmen fällt dann umso schwerer. Wer in der Kindheit schon dick war, bleibt es oft das ganze Leben lang. Es ist deshalb wichtig, bereits früh die unverhältnismäßige Gewichtskontrolle zu stoppen und das Körpergewicht zu reduzieren.

Wie kommt es zu Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen?

Vor einigen Jahrzehnten war übrigens an dem Spruch der Oma etwas dran. Das ist aber sehr lange her und die Lebensstandards haben sich in den Jahrzehnten grundlegend geändert. Früher mussten Kinder und Jugendliche auf dem Feld mit anpacken. Dafür brauchten sie Energie, wurden dementsprechend im Kleinkindalter gut, vor allem fettreich genährt, um ausreichend Fettreserven anzulegen. Die gute alte Hausmannskost geht auf diese Zeiten zurück, in denen die Arbeiter – und das waren auch Kinder – tagtäglich schwer schuften mussten.

Heute hängen die Kinder zunehmend vor Glotze, x-Box und Playstation ab. Noch in den 1960er, 1970er und 1980er Jahren, also die Jahre nach dem 2. Weltkrieg, verbrachten die Kinder eine unbeschwerte Kindheit. Der Aufbau nach dem Krieg war abgeschlossen. Deutschland wurde zu einem der beutendstens Industrieländer. Der Vater ging zur Arbeit, während die Mutter sich um Haushalt, Küche und Kinder kümmerte. Mütter dieser Zeit mussten nicht über den Zweitverdienst die Haushaltskasse aufstocken, sondern konnten nach getaner Hausarbeit mit den Kindern nach draußen gehen und es sich auf einer Bank auf dem Spielplatz bequem machen, während die Kinder den ganzen Nachmittag mit gleichaltrigen Freunden durch Sandkasten und über Wiesen rannten, rutschten, schaukelten und Klettergerüste erklommen. Da blieb gar keine Gelegenheit, um dick zu werden.

Die Ernährung hat sich im Laufe der Generationen drastisch verändert. Statt selbstangebautem Gemüse und Obst gibt es heute

  • gezuckerte Obstkonserven
  • abgepackte Billigwurst mit hohem Fettanteil und wenigen Nährstoffen
  • Fast-Food
  • Süßigkeiten im Überfluss
  • gesüßte Säfte, Limonade und Cola in Unmengen

Die Bilanz aufgenommener Kalorien und verbrauchter Energie ist über die Generationen hinweg vollkommen aus dem Ruder gelaufen.

Das Ergebnis: Schlechte Ernährung und Bewegungsmangel erzeugt Übergewicht!

So unterstützt du dein Kind beim Abbau von Übergewicht

Mit Baby oder Kleinkind immer zum Kinderarzt!

Ein paar Tipps habe ich dir oben schon gegeben. Das ist ausbaufähig. Denn so leicht, wie es klingt, ist das nicht. Wenn dein Kind noch sehr klein und bereits übergewichtig ist, dann ist der Kinderarzt die erste und beste Anlaufadresse für dich. Der Doc wird dein Kind gründlich untersuchen und das Gewicht genau kontrollieren. Ihr könnt beim Kinderarzttermin die Ernährungsgewohnheiten des Kleinkindes besprechen und du bekommst Ratschläge, wie ihr das Körpergewicht in den Griff bekommt. Zum Beispiel ist Babybrei ein Dickmacher für Kinder im Säuglingsalter – eine Umstellung der Ernährung kann das Gewichtsproblem dann vielleicht schon lösen. Unter Umständen gilt es auch, organische Ursachen auszuschließen.

Kinder mit  Bewegungsmangel

Bei größeren Kindern im Alter ab 4 oder 5 Jahren kannst du selbst aktiv werden. Höchstwahrscheinlich braucht dein Kind keine Diät, um abzunehmen. Es sei denn, es isst zu viel Schokolade, Bonbons, Chips und andere Kalorienbomben. In dem Fall gehst du ebenfalls zum Kinderarzt und eine professionelle Ernährungsberatung ist angebracht.

Leidet dein Kind unter Bewegungsmangel und setzt deshalb Körpergewicht an, bist du gefragt. So oft es geht, schnappst du dir dein Kind und zusammen geht´s

  • auf den Spielplatz
  • auf den Sportplatz
  • zum Inline-Skaten
  • zum Schwimmen
  • in den Indoor-Spielplatz
  • zum Trampolinspringen
  • Fahrradfahren
  • Wandern
  • in den Zoo
  • zum Drachensteigen

Wähle immer eine Freizeitaktivität aus, bei der ihr euch viel bewegen müsst, aber achte darauf, dass der Spaßfaktor für euch beide nicht zu kurz kommt. Dann fällt´s deinem Kind leichter, dir aber auch!

Bist du dabei voll motiviert, zeigst deinem Kind, dass du richtig viel Spaß dabei hast, mit ihm etwas Aktives zu unternehmen und suchst du für eure Unternehmungen etwas aus, das auch deinem Nachwuchs Spaß macht, gibt es überhaupt kein Problem, deinen Sohn / deine Tochter zu motivieren.

Erzähle deinem Nachwuchs auf keinen Fall, dass jetzt Abnehmen auf dem Programm steht. Bei vielen Kindern ist es nämlich so: Riechen sie den Braten, reagieren sie bockig mit Verweigerung. Dann hast du es schwer, dein übergewichtiges Kind zu mobilisieren.

Hochwertiges und gesundes Essen

Unabhängig davon, ob das „vertuschte“ Sportprogramm bei der angestrebten Gewichtsreduktion zum Erfolg führt oder nicht: Jetzt hast du Gelegenheit, über Essverhalten nachzudenken. Das gilt für die gesamte Familie. Du kannst von deinem Kind nicht verlangen, dass es sich gesund, bewusst, ausgewogen und kalorienbewusst ernährt, wenn du nebenan sitzt und Chips, Schokolade, Popcorn, Eis, Bonbons in dich reinschaufelst und dabei Limo trinkst, während dein Männerbauch kontinuierlich seine Rundungen ausprägt.

Am einfachsten führst du dein Kind an hochwertiges Essen heran, wenn du es einbeziehst. Geh mit ihm auf den Markt, kauft frisches Obst und Gemüse. Probiert auch das, was ihr noch nicht kennt. Es findet sich immer etwas Leckeres, das euren Speiseplan gesund ergänzt.

Außerdem:

  • Kocht gemeinsam – dann schmeckt sogar Gemüse lecker.
  • Tauscht fettige Wurst mit Schweinefleisch gegen Hähnchenbrust und Putenfilet aus. Zumindest manchmal!
  • Backt die Fischstäbchen im Backofen, statt in der Pfanne mit Öl anzubraten.
  • Wenn ihr Öl braucht: Verwendet gesunde Öle (z. B. hochwertiges Olivenöl).
  • Süßt statt mit Industriezucker mit Rohrzucker oder Honig.
  • Verwendet keine Light-Produkte!
  • Streicht warme Butter dünn, statt kalte Butter dick auf´s Brot.
  • Esst häufiger grüne Salate, dazu Gurke, Radieschen, Tomaten.
  • Tauscht häufiger Süßigkeiten mit süßem Obst aus (z. B. Erdbeeren, Himbeeren, Bananen).
  • Verdünnt Säfte mit Sprudel, verzichtet öfter auf Limo.
  • Esst Wassereis, statt Milcheis.
  • Macht beim warmen Essen die Fleischportionen etwas kleiner, dafür gibt´s mehr Gemüse und Salat zum Sattmachen.
  • Reduziert eure Besuche im Fast-Food-Restaurant.
  • Lasst die Pommes weg oder nehmt statt einer großen Portion eine kleine.

Du brauchst dir keine Gedanken zu machen, wie ihr alle Kalorienbomben aus eurem Leben verdrängen könnt. Das braucht ihr nicht. Schokolade, Bonbons, Eis, Chips und mal eine Limo – dagegen spricht nichts, wenn ihr maßvoll nascht und auf ausreichend Bewegung achtet.

Gestalte eure gemeinsame Freizeit sinnvoll, nehmt Obst, Gemüsesticks und auf Ausflügen statt einer großen Tüte Gummibären eine kleine mit, powert euch ordentlich aus. Dann gehört das Übergewicht sehr wahrscheinlich schon bald der Vergangenheit an.

Überlege, ob du mit deinem Kind zusammen nach einem Sportverein Ausschau hälst. Noch keine Idee, für welche Sportart sich deine Tochter interessiert oder womit sich dein Sohn begeistern lässt? Kein Problem. Die meisten Sportvereine bieten zahlreiche Sportarten an und laden Kinder zum Probetraining ein. Ohne Kosten können Kids ein paar Einheiten Schnuppertraining machen, damit sie sich für eins der spannenden Sportangebote entscheiden können.

Adipositas: Professionelle Hilfe bei krankhafter Fettleibigkeit

Bei sehr starkem Übergewicht spricht man von Adipositas, welche die Fettleibigkeit bezeichnet. Sehr dicke Kinder leiden vermutlich unter einer manifestierten Essstörung, bei der es mit etwas Sport und mehr Bewegung nicht getan ist. Dein Kind ist das, was man unfein als „fresssüchtig“ bezeichnet.

Fresssucht ist selten mit einer organischen Ursache zu begründen. Die Gründe sind fast immer seelischer Natur. Ein fresssüchtiges Kind kompensiert beispielsweise, wenn

  • ihm etwas fehlt (z. B. Geborgenheit, Aufmerksamkeit, Anerkennung).
  • es innerlichen Kummer hat, mit dem es nicht klar kommt (z. B. Streit mit der besten Freundin, Ärger mit dem Kumpel, Schulstress, Mobbing).
  • die Eltern in einem Trennungskonflikt stehen.
  • eine Traumatisierung nicht bearbeitet ist (z. B. Unfall, Trauer, Verlust eines geliebten Menschen durch den Tod).
  • es unter Langeweile, Überforderung oder Unterforderung leidet.

Als Vater fühlst du dich wahrscheinlich machtlos und hilflos. Hole dir professionelle Hilfe. Dies kann zum Beispiel der Kinderarzt, ein Kindertherapeut oder ein Jugendpsychologe sein. Umso jünger ein Kind ist, desto schwieriger ist es, in einer klassischen Gesprächstherapie Ursachenforschung zu betreiben. Junge Kinder können fühlen und leiden, aber sich altersbedingt oft noch nicht adäquat verbal ausdrücken. Eine Alternative, über die du nachdenken kannst, ist die Kinderhypnose, die von vielen Vätern und Müttern als hilfreich erachtet wird.

Für welche professionelle Unterstützung du dich entscheidest: Suche dir schnellstmöglich einen Profi, denn jeder Tag, in dem dein Kind in seelischer Not ist, ist einer zu viel und das Übergewicht wird neben dem ursächlichen Problem immer belastender für dein Kind – und somit auch für dich.

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