Ausbildungsversicherung

Bild einer Spardose zur Ausbildungsversicherung

Die Lebensversicherung wird im Allgemeinen in Verbindung mit einer privaten Altersvorsorge und der finanziellen Absicherung der Familie in Verbindung gebracht. Väter und Mütter denken daher nicht sofort an eine Lebensversicherung, wenn es darum geht, welche Versicherungen für Kinder sinnvoll und wichtig sein können.

Ausbildungsversicherung – Berufsausbildung deines Kindes finanziell absichern

Tatsächlich gibt es allerdings auch im Bereich der Lebensversicherung eine spezielle Versicherung, die für dein Kind durchaus sinnvoll sein kann, nämlich die sogenannte Ausbildungsversicherung.

Welche Eigenschaften beinhaltet die Ausbildungsversicherung?

Die Ausbildungsversicherung gehört zur Gruppe der Lebensversicherungen und es handelt sich dabei speziell um eine sogenannte Termfixversicherung. Dies bedeutet, dass die Ausbildungversicherung für einen bestimmten Zweck gedacht ist bzw. zu einem festgelegten Termin fällig wird, nämlich dem Beginn einer Ausbildung.

Vereinfacht dargestellt schließt du also mit der Ausbildungversicherung eine spezielle Lebensversicherung für dein Kind ab, die nicht erst im Alter von 60 oder 65 Jahren ausgezahlt wird, sondern mit Beginn der Berufsausbildung oder auch eines Studiums.

Mittlerweile sind die Angebote der Versicherungsgesellschaften in diesem Bereich relativ flexibel, sodass es im Bereich der Termfixversicherung noch andere Verwendungszwecke und Termine gibt, zu denen die Lebensversicherung fällig wird, wie zum Beispiel:

Die Ausbildungversicherung für dein Kind hat zwei wesentliche Aufgaben, nämlich zum einen Kapital anzusammeln und zum anderen erfüllt sie auch den sogenannten Todesfallschutz.

Wie funktioniert die Ausbildungversicherung?

Die Ausbildungversicherung funktioniert prinzipiell genauso wie jede andere Lebensversicherung auch. Konkret heißt das, dass du zunächst einmal als Vater in die auf dein Kind lautende Versicherung regelmäßige Beiträge einzahlen musst.

Diese Beiträge werden von der Versicherungsgesellschaft von allen Versicherungsnehmern gesammelt und in verschiedene Anlageformen investiert, damit sich so ein möglichst hoher Ertrag erwirtschaften lässt. Die Ausbildungversicherung enthält eine bestimmte Versicherungssumme, die in aller Regel dann ausgezahlt wird, wenn der Versicherte während der Laufzeit des Vertrages sterben sollte.

Wichtig zu beachten ist, dass bei der Ausbildungversicherung nicht dein Kind die versicherte Person ist, sondern du selbst. Dies hat den Zweck, dass dein Kind unter der Voraussetzung finanziell abgesichert ist, dass du noch vor dem Erreichen der Ausbildung und somit vor Fälligkeit der Versicherung sterben solltest.

Im besten Fall ist es natürlich so, dass du die Fälligkeit der Ausbildungversicherung überlebst. Unter der Voraussetzung wird zu Beginn des festgelegten Termins, also am Anfang der Berufsausbildung oder eines Studiums, die angesammelte Kapitalsumme an dein Kind ausgezahlt.

Dabei handelt es sich in aller Regel um die von dir eingezahlten Beiträge abzüglich der Risiko- und Verwaltungsprämien. Hinzu kommen allerdings noch der Garantiezins und zudem eine Überschussbeteiligung, die bei jeder Lebensversicherung einen großen Teil des Gesamtbetrages darstellt.

Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?

Eine sehr interessante Frage, die du dir als Vater vielleicht auch stellen wirst, besteht im Zusammenhang mit der Ausbildungversicherung darin, wie hoch die Versicherungszeitsumme sein sollte und welchen Beitrag du sinnvollerweise monatlich in die Versicherung einzahlen solltest.

Die Versicherungssumme dient dazu, dass ein Kind im Fall deines Todes während der Laufzeit finanziell abgesichert ist. Daher solltest du diese Versicherungssumme nicht zu gering wählen. Empfehlenswerte Versicherungssummen sind in diesem Bereich beispielsweise 100.000 oder 150.000 Euro. Die Ablaufleistung der Versicherung, also die Auszahlung der Kapitalsumme, wird natürlich erheblich niedriger sein.

Wenn du beispielsweise monatlich 100 Euro in die Ausbildungversicherung einzahlst, dann kannst du bei einer Vertragslaufzeit von zum Beispiel 18 Jahren davon ausgehen, dass bei einer durchschnittlichen Rendite von vier Prozent bei Fälligkeit des Vertrages ca. 25.000 bis 28.000 Euro zur Verfügung stehen werden. Bei einer durchschnittlichen Dauer der Berufsausbildung von drei Jahren könnte dein Kind demnach mit Kapitalverzehr monatlich über knapp 1.000 Euro verfügen.

Fazit: Sorgenfrei Studium oder Berufsausbildung absolvieren

Unabhängig davon, ob du die Ausbildungversicherung für den Fall eines Studiums oder einer Berufsausbildung deines Kindes abschließt: Es handelt sich definitiv um eine äußerst sinnvolle Möglichkeit der finanziellen Vorsorge, damit dein Kind zumindest in finanzieller Hinsicht sorgenfrei studieren oder seine Berufsausbildung absolvieren kann. Zudem hast du die Gewissheit, dass dein Kind finanziell abgesichert ist, falls du noch während der Vertragslaufzeit sterben solltest.

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