Trotz einfachem Schulweg: Mindestens drei bis vier Mal üben

Schulweg - Was alles zu beachten ist

Irgendwann kommt der Punkt, an dem wir unsere Kinder alleine in die Grundschule schicken müssen. Auf was dabei zu achten ist könnt ihr hier nachlesen.

Schulweg üben

Auch wenn Kinder nur einen kurzen Weg zur Schule haben, sollte die Strecke vorher mit den Eltern abgelaufen werden.

Wichtig ist: Eltern sollten die Perspektive der Kinder einnehmen.
Nur wenn Eltern die Sichthöhe der Kinder beachten, können sie die richtigen Ratschläge und Hilfestellungen geben.

Der Weg zur Schule sollte bekannt sein. Deswegen sollten Schüler den Weg vorher zusammen mit den Eltern mehrmals üben.

Bereits einfache Schulwege sollten Eltern in der Regel mindestens drei bis vier Mal vor dem Schulstart gemeinsam mit ihren Kindern abgehen. Das rät der Tüv Süd Eltern mit Schulanfängern. Schwierigere Strecken üben sie deutlich häufiger.

Der Grund: Kinder brauchen bis zu dreimal mehr Zeit als Erwachsene, um auf gefährliche Situationen im Straßenverkehr zu reagieren, teilt Jürgen Brenner-Hartmann vom Tüv Süd mit. Hören und Sehen sind erst eingeschränkt entwickelt. Aber schon durch ihre geringe Größe fehle gerade Erstklässlern der wichtige Überblick. Brenner-Hartmann rät Eltern, testweise in die Hocke zu gehen, um die Perspektive der Kinder einzunehmen.

Geübt werden sollte zu typischen Schulbeginnzeiten, um realistische Bedingungen zu haben. Auch der Gang zur und von der Bushaltestelle will gelernt sein. Erst wenn der Bus steht und die Türen geöffnet hat, sollten Kinder sich ihm nähern. Nach dem Aussteigen warten sie so lange, bis er wieder abgefahren ist, um die Fahrbahn zu überqueren. Am sichersten tun sie das an einem Überweg oder einer Ampel. Wichtig: Genug Zeit einplanen, damit kein Stress entsteht.

Die ersten Male kontrollieren

Aber nicht nur vorher muss geübt, sondern auch danach kontrolliert werden. Als verantwortungsvoller Vater willst du natürlich sicher gehen, dass der Schulweg nicht zu einer Gefahr für dein Kind wird. Lass dein Kind losgehen und laufe in Sichtweite entspannt hinterher. Achte darauf, dass du nicht gesehen wirst, das wäre ganz schlecht. Kinder wollen Vertrauen von daher solltest du dich abseits bewegen und ggf. auch etwas tragen, was du vorher nicht angehabt hast. Ggf. kann dich auch ein Freund oder ähnliches unterstützen.

Kontrollieren um gemeinsam an Verbesserungen beim Schulweg zu arbeiten. Hintergrund der Kontrolle ist nicht das du sofort eingreifst und dein Kind tadelst. Sondern, dass wen du Fehler siehst, diese dann in einer ähnlichen Situation einfach ansprichst. Nicht nach dem Motto „Ich habe gesehen, du machst das und das falsch“, sondern eher “ Ich habe neulich ein Kind gesehen das ist einfach über die Straße gerannt um zum Buss gekommen und hat dabei gar nicht auf den Verkehr geachtet. Das war aber ganz schön gefährlich! Zum Glück weißt du ja das du so etwas nicht machen darfst und nach rechts und links schauen musst.“

Der Schulweg wird zu einer Routine werden und oftmals brauchen Kinder am Anfang nur etwas Hilfe und das Eltern den Kindern es richtig vormachen. Daher ist es auch ganz wichtig, dass du darauf achtest selber ein gutes Vorbild zu sein.

Nichts ist schlimmer als wenn du etwas von deinem Kind verlangst, was du selber falsch vormachst.

Ein super Ratgeber zum Thema Schulweg ist beim ADAC kostenlos zum downloaden verfügbar.

Quelle: dpa / papa.de

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