Bild eines verletzten Kindes im Krankenhaus

Kinderunfallversicherung

Als Vater bist du natürlich stets um das Wohl deiner Kinder besorgt, musst aber voraussichtlich dennoch häufiger miterleben, wie es zu kleineren oder auch größeren Unfällen kommt. Meistens gehen diese Unfälle zum Glück harmlos aus, es kann aber auch ganz anders kommen.

Kinderunfall- und Kinderinvaliditätsversicherung: wichtige Grundabsicherung für alle Kinder

Statistisch betrachtet sind Kinder überdurchschnittlich häufig von Unfällen mit zum Teil gravierenden Verletzungsfolgen betroffen, die im schlimmsten Fall sogar zu einer dauerhaften Invalidität führen können. Daher solltest du dich rechtzeitig um den passenden Schutz kümmern, damit aus dem Unfall zumindest kein großer finanzieller Schaden resultiert.

Zu diesem Zweck bieten sich insbesondere zwei Versicherungsvarianten an, nämlich zum einen die Kinderunfallversicherung und zum anderen die Kinderinvaliditätsversicherung.

Kinderunfallversicherung – private Unfälle bestmöglich finanziell absichern

Vielleicht kennst du es bereits aus deinem eigenen Berufsleben: Für sämtliche Unfälle, die sich an deinem Arbeitsplatz aneignen oder dir auf dem Weg zur Arbeit bzw. auf dem Heimweg passieren, kommt die zuständige Berufsgenossenschaft im Zuge der gesetzlichen Unfallversicherung auf.

Anders sieht es hingegen aus, wenn du dich aufgrund eines Unfalls verletzt, der sich im privaten Bereich, beispielsweise bei der Ausübung eines Hobbys, ereignet. Ganz ähnlich stellt sich die Situation auch für Kinder dar. Sollte sich der Unfall während der Kindergarten- oder Schulzeit ereignen, tritt auch hier die gesetzliche Unfallversicherung ein.

 Die weitaus meisten Unfälle passieren aber auch Kindern im Freizeitbereich, sodass ohne eine zusätzliche private Unfallversicherung kein Schutz bestehen würde .

Genau aus dem Grund ist wichtig, dass du nicht nur dich, sondern eben auch als Papa deine Kinder mit einer privaten Kinderunfallversicherung absicherst.

Eigenschaften und Vorteile der Kinderunfallversicherung

Die Kinderunfallversicherung funktioniert prinzipiell so wie eine private Unfallversicherung für Erwachsene. Das bedeutet, du entscheidest dich zunächst für eine Invaliditätssumme, die im Schadensfall auf Basis der sogenannten Gliedertaxe gezahlt wird.

Welche Summe tatsächlich nach einem Unfall zur Auszahlung gelangt, richtet sich vor allem danach, welche Verletzungen dein Kind erlitten hat und wie schwer diese sind. Zusätzlich kannst du im Zuge der Kinderunfallversicherung noch einige weitere Leistungen abschließen, wie zum Beispiel die Zahlung einer lebenslangen Unfallrente.

Diese wird unter der Voraussetzung vorgenommen, dass dein Kind aufgrund des Unfalls dauerhaft arbeitsunfähig werden sollte. Eine Todesfallsumme kannst du im Zuge der Kinderunfallversicherung meistens ebenfalls wählen. Versichert sind im Prinzip alle schwereren Verletzungen, die auf den Unfall des Kindes als Ursache zurückzuführen sind.

Bei einer Invaliditätssumme von beispielsweise 100.000 Euro kostet eine solche Kinderunfallversicherung durchschnittlich zwischen 100 und 200 Euro im Jahr.

Kinderinvaliditätsversicherung – eine Alternative zur Kinderunfallversicherung

Neben der Kinderunfallversicherung gibt es eine ganz ähnliche Absicherung für Kinder, die häufig eine gute Alternative darstellt oder manchmal sogar die bessere Wahl ist.

Gemeint ist die Kinderinvaliditätsversicherung, die einen etwas weiter reichenden Schutz als die Kinderunfallversicherung bietet. Der große Unterschied zwischen der Kinderinvaliditätsversicherung und der Kinderunfallversicherung besteht darin, dass die Kinder-Invaliditätsversicherung nicht nur bei Verletzungsfolgen durch einen Unfall aufkommt, sondern auch dann, wenn die Invalidität des Kindes auf eine schwerere Erkrankung zurückzuführen ist.

Bei der Kinderunfallversicherung ist dies hingegen nicht der Fall, denn die Leistung des Versicherers wird tatsächlich nur dann erbracht, wenn die Verletzung auf einen Unfall zurückzuführen ist. Statistisch betrachtet ist es allerdings sogar so, dass schwere und dauerhafte Beeinträchtigungen des Leistungsvermögens der Kinder häufiger auf eine Erkrankung als auf einen Unfall zurückzuführen sind.

Eigenschaften und Vorteile der Kinder-Invaliditätsversicherung

Ansonsten funktioniert die Kinderinvaliditätsversicherung ähnlich wie die Kinderunfallversicherung, nämlich dass ab einer bestimmten Beeinträchtigung (Invalidität) eine vereinbarte Versicherungssumme ausgezahlt wird.

Auch bei der Kinderinvaliditätsversicherung ist es möglich, zusätzliche Leistungen, wie zum Beispiel eine Invaliditätsrente, zu vereinbaren. Ein Nachteil besteht bei der Kinderinvaliditätsversicherung im Vergleich zu Kinderunfallversicherung allerdings darin, dass bei bestimmten Verletzungen, bei denen die Kinderunfallversicherung bereits eintreten würde, von der Kinderinvaliditätsversicherung noch keine Leistung zu erwarten ist. Es sei denn natürlich, dass die Verletzung zu einer zumindest teilweisen Invalidität führen würde.

Absicherung für dein Kind ist wichtig!

Unabhängig davon, ob du dich für eine Kinderunfall- oder eine Kinderinvaliditätsversicherung entscheidest: Die Absicherung mittels einer dieser zwei Versicherungen ist für dein Kind auf jeden Fall wichtig und kann sogar dazu beitragen, ein vielleicht lebenslang nicht erzielbares Einkommen vollständig zu kompensieren.

Selbst eine relativ hoch erscheinende Versicherungssumme von 100.000 oder 200.000 Euro kann allerdings schon nach wenigen Jahren aufgebraucht sein kann, wenn sie ein fehlendes Einkommen ersetzen soll.

Daher ist es durchaus empfehlenswert, dass du dich bei der Kinderunfall- oder Kinderinvaliditätsversicherung zusätzlich für eine Unfall- bzw. Invaliditätsrente von beispielsweise monatlich 1.000 Euro entscheidest.
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