Die Kinderautositze für das Alter 1 bis 3 Jahre

Grafik Kinderautositz

Wenn du mit deinem Auto unterwegs bist, dann ist anschnallen Pflicht. Es dient deiner Sicherheit. Damit auch dein kleiner Schatz sicher von A nach B gelangt, gibt es spezielle Kindersitze. Diese sind auf die jeweiligen Anforderungen eines jeden Altes abgestimmt. Der deutsche Gesetzgeber gibt vor, dass Kinder nur in einem für ihr Alter und Gewicht vorgesehenen Kindersitz im Auto mitfahren dürfen. Weder aus Bequemlichkeit noch aus Mangel an Wissen, sollte darauf verzichtet werden. Aber das weißt du ohnehin.

Sitzen Kinder gegen die Fahrtrichtung, dann sind sie besser geschützt. Von der Babyschale her kennst du das ja bereits. Doch auch für die ersten Sitze nach der Schale werden inzwischen Sitze angeboten, die ebenfalls gegen die Fahrtrichtung eingebaut werden können. Zwar ist die Verwendungsdauer entsprechend kürzer, aber es ist eine Überlegung wert.
Unfallforschungen haben ergeben, dass die Kinder dadurch noch besser geschützt sind.

Im Verhältnis zum Rest des Körpers, ist der Kopf sehr groß. Bei einem Auffahrunfall beziehungsweise einem Frontalcrash wirken unglaubliche Kräfte auf den kleinen Körper. Vor allem jedoch auf den Halswirbelbereich. Sitzt das Kind entgegen der Fahrtrichtung wird die Wucht des Aufpralls anders absorbiert und das Kind wird nicht so extrem stark nach vorn geschleudert.

Informiere dich diesbezüglich gern einmal genauer, wenn du Interesse an diesen neuen Sitzen hast. Die Angaben der Hersteller dienen dir lediglich zur Orientierung. Ausschlaggebend für den Kindersitz ist die Größe und das Gewicht des Kindes und nicht zwingend nur das Alter. Daher achte  vor dem Kauf genau auf die Angaben.

Wichtig ist an dieser Stelle noch zu wissen, dass nicht jeder Kindersitz in jedes Fahrzeug passt. Auch hier musst du also vor dem Kauf dich gut informieren, um einen Fehlkauf zu vermeiden. Stichwort Isofix!

Nach der Babyschale kommt der erste Sitz

Die ersten Wochen wird das Baby in einer Babyschale transportiert. Diese ist immer gegen die Fahrtrichtung auf den hinteren Sitz zu stellen. Solltest du das Baby einmal auf dem Beifahrersitz mitnehmen wollen, dann muss unbedingt der Airbag abgestellt werden. Einige Fahrzeuge haben hierfür einen entsprechenden Riegel. Andere jedoch lassen diesen Eingriff in das Sicherheitssystem nur in einer Fachwerkstatt zu.

Das Baby wächst und gedeiht und irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen, dann hat die Babyschale ausgedient.

Wechsel allerdings niemals zu früh!

Als Faustregel sagt man, dass das Baby ohne Probleme sitzen können muss, um von der Schale zum ersten Sitz wechseln zu können. Meist ist das in der Zeit zwischen dem 6. und 9. Lebensmonat herum. Aber auch die Größe ist unglaublich wichtig. Wenn das Köpfchen mit dem Rand der Schale abschließt oder gar über die Schale hinausragt, bietet die Babyschale in keinster Weise mehr die ausreichende Sicherheit. Baumeln die Beinchen darüber hinaus, ist das jedoch kein Sicherheitsrisiko für den kleinen Mitfahrer.

Zu guter Letzt ist es noch das Gewicht. Die Schalen können in der Regel mit einem maximalen Gewicht von bis zu 13kg belastet werden.

Die Kindersitze der Gruppe I

Du brauchst nach der Babyschale einen Sitz der entweder der Normgruppe I zugehört oder einen mitwachsenden Sitz. Welche wichtigen Unterschiede es hier zu beachten gilt, wird dir nun kurz erläutert.

Bedenke bitte auch hier immer, dass das Alter lediglich als Richtlinie anzusehen ist. Gewicht und Entwicklungsstand vom Kind, sowie die Körpergröße sind entscheidend.

  1. Die Normgruppe I

Hier wird lediglich das Gewicht festgelegt. In der Normgruppe I liegt das maximale Gewicht bei 18kg.

Alter und Größe spielen hier keine so entscheidende Rolle. Wichtig ist immer, dass der Sitz zum Kind passt und nicht das Kind zur Norm.

Viele Kinder im Alter von 4 Jahren überschreiten meist das Gewicht von 18kg. Zumindest weisen verschiedene Statistiken darauf hin.

Daher ist es ratsam sich besser für einen mitwachsenden Sitz der Gruppe I/II zu entscheiden. Diese sind in Sachen Maximalgewicht höher ausgelegt und können dementsprechend auch länger verwendet werden.

  1. Mitwachsende Sitze

Diese Sitze werden von Autofahrern vorzugsweise gewählt, da diese individuell anpassbar sind und, wie der Name schon verrät mitwachsen. Du kannst bei den meisten dieser Sitze bestimmte Elemente nach dem nächsten Entwicklungsschub entfernen und musst nicht zwingend einen neuen Kindersitz erwerben. Oftmals handelt es sich bei diesen Elementen um sogenannte Verkleinerer, die einfach herausgenommen werden können und sofort mehr Platz im Sitz bieten.

Die Auswahl ist extrem hoch. Nutze vor dem Kauf unbedingt Ratgeber und Kaufempfehlungen von Kunden, die bereits den einen oder anderen Sitz gekauft haben.

Wir empfehlen Euch diese beiden Sitze:

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und wenn es etwas preiswerter sein soll

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Beide Sitze waren unter den besten Ihrer Klasse mit einer Note von 2,1 bei Stiftung Warentest. Ich selber habe beide schon genutzt und war sehr zufrieden!

Was ist ISOFIX?

Einige Fahrzeuge sind mit der ISOFIX Verankerung ausgestattet. Diese bietet einen extrem leichten Einbau der Kindersitze. Diese Verankerung darf mit maximal 36kg ( Kind und Sitz ) belastet werden. Beachte dies, wenn du eine ISOFIX Verankerung in deinem Fahrzeug hast.

Die neue i-Size Norm

Während viele Hersteller nach wie vor Alter und Gewicht als Richtwert angeben, ist bei der neuen i-Size Norm nun auch die Größe eine wichtiger Anhaltspunkt. Das liegt einfach daran, dass die Körpergröße ausschlaggebend ist, auf einen nächst größeren Sitz wechseln zu müssen.

Der wesentliche Unterschied zu den noch geltenden Normgruppen nach ECE 44 liegt darin, dass die Körpergröße ausschlaggebend ist.

Die neuen i-Size Sitze dürfen nur entgegen der Fahrtrichtung verwendet werden und sind für eine Körpergröße zwischen 40 und maximal 105cm geeignet. Bislang durften diese Sitze auch nur mit dem ISOFIX System befestigt werden. Inzwischen gibt es jedoch auch i-Size Sitze, welche sich mit dem klassischen Gurt befestigen lassen.

Seitenaufprallschutz und Co

Egal für welche Art von Sitz du dich letztendlich entscheidest. Der Seitenaufprallschutz ist bei diesen Sitzen noch extrem wichtig und natürlich gesetzlich vorgeschrieben. Daher weisen diese Sitze um den Kopf herum eine Sicherung auf, die das Kind gegen einen Seitenaufprall schützen.

Im idealen Fall ist dieser Schutz gepolstert. Das sorgt für deutlich mehr Komfort. Vor allem wenn das Kind auf längeren Fahrten schlafen möchte.

Tipp:
Es gibt Kindersitze, welche in verschiedenen Positionen genutzt werden können. Gerade wenn dein Kind noch sehr klein ist, dann wird es besonders auf längeren Fahrten hin und wieder schlafen wollen. In diesem Fall kann der Sitz ein wenig geneigt werden, so dass das Kind bequemer sitzen kann.

Für alle, die oft und viel fahren, sind solche Sitze zu empfehlen.

Probesitzen ist wichtig!

Auf Verdacht einen Kindersitz zu kaufen ist nicht zu empfehlen. Es wird dazu geraten, das Kind zum Kauf mitzunehmen und es Probesitzen zu lassen. Auf diese Weise kannst du genau sehen, welche Art von Sitz bestens geeignet ist. Viele Eltern neigen dazu, vorschnell auf die nächste Größe zu wechseln. Das geht jedoch zu Lasten der Sicherheit des Kindes.

Bei den mitwachsenden Sitzen hast du viele Vorteile, die dir vor allem einen längeren Gebrauch gewährleisten.

Hast du dich für einen Sitz entschieden, dann kannst du selbstverständlich online recherchieren, welcher Shop den besten Preis anbieten kann. Solang dein Kind die Anforderungen erfüllt und du den Sitz testen konntest, spricht nichts gegen eine online Bestellung.

Fazit

Es ist mit Sicherheit nicht unbedingt eine leichte Aufgabe, sich für einen Kindersitz zu entscheiden. Doch vor dieser Entscheidung stehen Tag täglich viele Mamas und Papas. Du bist also nicht allein.

Du kannst natürlich gern im Bekanntenkreis und Familienkreis fragen, welche Erfahrungen bislang mit Kindersitzen gemacht wurden. Das ist zumindest eine gute Hilfestellung und wird dir die Entscheidung eventuell etwas leichter machen.

Im übrigen: einige dieser Sitze werden solang verwendet, bis du nur noch eine einfache Sitzerhöhung brauchst. Du musst also nicht unbedingt noch einmal viel Geld für die Größe II/III ausgeben.

Entscheidend ist die Entwicklung, die Größe und das Gewicht von deinem Kind. In der Regel sitzen zierliche und schlanke Kinder deutlich länger in den rund-um gesicherten Sitzen, als kräftigere Kinder. Es ist alles sehr individuell und nur du selber kennst dein Kind am besten.

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