Rauchen und Alkohol bei Kindern und Jugendlichen

Bild zwei Jugendliche mit Bier ( Alkohol )

Vielleicht kennst du das ja aus deiner eigenen Kindheit: Ein Familienfest, ein Geburtstag oder irgendein gesellschaftliches Event findet statt und ausnahmsweise durftest die letzten paar Tropfen Bier aus Opas „Humpen“ oder sogar einen spärlich gefüllten Kelch voll Sekt trinken. Später dann, als du den Übergang vom Kind hin zum Jugendlichen hinter dich bringen musstest, hattest du möglicherweise leichten Zugang zu Alkohol und auch zu Zigaretten. Du hast die Gelegenheit(en) genutzt und deine Erfahrungen mit Alkohol und Zigaretten gemacht.

Alkohol und Zigaretten im Kindesalter – Auswirkungen und Handling als Vater

Bis hierhin ist noch nichts wirklich „Schlimmes“ passiert. Jetzt siehst du dich mit einer Problematik konfrontiert, die du damals als „unproblematisch“ betrachtet hast. Wenn das eigene Kind zu Zigaretten und/oder Alkohol greift, bist du als Vater in Sorge – das ist richtig und gut.

Du solltest aber zum Wohle deines Kindes und auch zum Schutz deiner eigenen Nerven darauf achten, die Situation gründlich zu durchdenken, bevor du restriktive Maßnahmen einleitest. Nachfolgend findest du einige Stich- und Anhaltspunkte zur jeweiligen Problematik, die dir hoffentlich dabei helfen, in entsprechenden Situationen besonnen und dadurch richtig zu reagieren.

Kinder und Jugendliche und das Problem mit dem Alkohol

Es gibt unzählige Faktoren und Facetten, die für sich genommen oder auch in Kombination miteinander ursächlich für Alkoholprobleme bei Kindern und Jugendlichen sorgen. Ich möchte hier nur die wichtigsten Punkte ansprechen, um den Rahmen nicht zu sprengen. Dass du dir Sorgen machst, ist offensichtlich. Werfen wir gemeinsam einen kleinen Blick auf die Auswirkungen, die Alkohol bei der Entwicklung deines Kindes haben kann.

Physische Gesundheitsprobleme durch Alkoholmissbrauch

  • Die Entwicklung des Gehirns wird bereits durch den ersten Rausch eingeschränkt und wirkt zunehmend massiv aus, je häufiger Alkohol konsumiert wird.
  • Mögliche Bewusstlosigkeit schon bei relativ geringen Mengen Alkohol (Stichwort: Komasaufen!)
  • Alkoholvergiftung – bei mehrfachem Alkoholmissbrauch werden neben der Entwicklung des Gehirns auch die Leber und die Nieren stark in Mitleidenschaft gezogen, woraus sich langfristige chronische Probleme mit der Gesundheit einstellen können.

Sekundarschäden bei Alkoholmissbrauch

Häufig wird vergessen, dass Kinder und Jugendliche bei Alkoholmissbrauch nicht nur organische Schäden davontragen können, sondern auch sogenannte Sekundarschäden auftreten können. Das ist beispielsweise der Fall, wenn der Alkohol dafür sorgt, dass Kinder ihren objektiven Blick für gefährliche Situationen einbüßen, während sie alkoholisiert sind. Im Ergebnis dieses Vorgangs gehen Kinder äußerst gefährliche Risiken ein, die nicht selten mit schweren Unfällen und den daraus resultierenden gesundheitlichen Folgen enden.

Psychische Probleme durch den Alkoholmissbrauch

Da bei Kindern und Jugendlichen die Entwicklung des Gehirns noch nicht abgeschlossen ist, ergeben sich neben den physischen Schäden auch daraus resultierende psychische Defizite, die sich langfristig manifestieren.

  • Deutlich eingeschränkte kognitive Fähigkeiten (abstraktes und analytisches Denken bei z. B. Problemlösungen oder Planungen fallen sehr schwer).
  • Stark erhöhtes Risiko, im Verlauf der Jugend und des Erwachsenwerdens zu anderen psychoaktiven Mitteln (weiche und harte Drogen) zu greifen, um Problemen vermeintlich aus dem Weg zu gehen.

Die für Alkoholmissbrauch empfänglichen Risikogruppen

Kinder und Jugendliche haben aufgrund ihrer hormonellen Umstellung schon zu Beginn der Pubertät damit zu kämpfen, sich nicht dem Genuss von Alkohol zuzuwenden. Der Hang zum Alkoholkonsum zentriert sich unter verschiedenen Risikogruppen.

Risikobereich „Pubertätseintritt“

Die meisten Kinder kommen im Alter zwischen 12 und 13 in die Pubertät. Durch die teilweise radikal einsetzende Hormonumstellung können sich Kinder plötzlich verloren fühlen und das Bedürfnis, neue Grenzen auszuprobieren, steigt sprunghaft an. Wenn Kinder in solchen Phasen leichten Zugang zu alkoholischen Getränken haben, kann die Experimentierfreudigkeit dazu führen, dass der Effekt des Alkohols als „angenehm“ empfunden wird. Damit ist der erste Schritt zum Alkoholmissbrauch bereits getan.

Risikobereiche „Gruppenzwang“ und „falscher Umgang“

Tatsächlich gibt es sie: die falschen Freunde bzw. der Umgang mit diesen. Es ist durchaus normal, dass es in Gruppen mindestens ein Kind gibt, das Zugang zu Alkohol hat und diesen Zugang dann auch ausnutzt. Wenn dein Kind mit solchen Freunden unterwegs ist, ist es vollkommen natürlich, dass es von diesem Alkohol auch probieren wird. Das kannst du, so sehr du es auch willst, nicht verhindern.

Auch dein Kind möchte bei den anderen Kindern / Jugendlichen als besonders „cool“ und „rebellisch“ gelten. Das ist ein gewisser Status, den sich Kinder im Zuge ihrer sozialen Entwicklung automatisch erarbeiten wollen. Wer beliebt ist, wird nicht ausgegrenzt – und genau das ist der Knackpunkt bei dieser Konstellation.

Risikobereiche „Überlastung“ und „Zukunftsängste“

Es ist tatsächlich so, dass Kinder sich in der heutigen Zeit oft überfordert fühlen – sowohl in der Schule als auch Zuhause. Auch wenn du selbst dir denkst „ich musste früher viel mehr Aufgaben erledigen und mehr Schulstoff pauken“ – du kannst nur für dich sprechen. Das Gefühl der Überlastung ist sehr subjektiv und kann deshalb bei deinem Kind durchaus gegeben sein, obwohl du denkst, dein Kind würde die meiste Zeit nur faulenzen.

Neben der möglichen Überlastung spielen häufig auch Zukunftsängste eine große Rolle bei angehendem Alkoholmissbrauch. Dein Kind stellt sich, meist unbemerkt von Eltern, etliche Fragen, die es überhaupt nicht beantworten kann.

  • „Welche Ausbildung soll ich eigentlich machen?“
  • „Mein Zeugnis ist schlecht – so bekomme ich doch niemals eine Ausbildungsstelle!“
  • „Mein Penis ist viel kleiner als der von meinen Schulfreunden – die Mädchen werden mich alle auslachen!“
  • „Niemand interessiert sich für meine Sorgen und Probleme!“
Diese kleine Auswahl möglicher Themen, mit denen sich dein Kind herumschlagen muss, ist nur die absolute Spitze eines gigantischen Eisbergs voller Selbstzweifel und dem Zweifel am eigenen Umfeld.

Löse die Probleme, bevor sie entstehen können

Als besorgter Vater siehst du dich dafür verantwortlich, dass dein Kind nicht den falschen Lebensweg einschlägt. Dass du dich sorgst, ist gut. Die genannten Probleme in Bezug auf Alkohol solltest du frühestmöglich angehen, damit sie überhaupt nicht entstehen. Auch wenn dein Kind vielleicht erst 11 oder 12 Jahre alt ist und keine Anstalten macht, sich dem Alkohol hinzugeben, solltest du das Gespräch mit ihm suchen. Folgende Dinge solltest du dabei beachten, damit diese Gespräche langfristig Wirkung zeigen und der gewünschte Effekt eintritt:

  • Auch wenn dein Kind gerade mal am Anfang der Pubertät steht, hat es genügend Verständnis für komplexe Problemstellungen. Sprich mit einfachen Worten zu deinem Kind und versuche dabei, die Inhalte plastisch darzustellen, damit dein Kind die Zusammenhänge zwischen Alkohol und den damit einhergehenden Problemen richtig versteht.
  • Sprich in ruhigem und verständnisvollem Ton mit deinem Kind. Wenn dein Kind das Gefühl hat, du unterhältst dich in Augenhöhe mit ihm, ist es in der Regel wesentlich aufmerksamer und zugänglicher, als wenn du „von oben herab“ Monologe führst.
  • Mach deinem Kind immer wieder klar, dass es mit allen Themen zu dir kommen kann. Hat dein Kind echtes Vertrauen zu dir, wird es auch mit gravierenden Problemstellungen auf dich zukommen.
  • Wenn dir dein Kind eröffnet, bereits Bier / Sekt etc. getrunken zu haben, solltest du es unbedingt vermeiden, dein Kind zu schimpfen oder gar zu bestrafen. Belohne es für seine Offenheit und das Vertrauen in dich als Vater, indem du ruhig und in Ruhe über die Gründe sprichst.

Kinder und Jugendliche und das Problem mit den Zigaretten

Obwohl der Trend rückläufig zu sein scheint, greifen noch immer extrem viele Kinder und Jugendliche zur Zigarette. Die Gründe dafür sind zahlreich und sehr unterschiedlich – für dich als Vater gibt es jede Menge zu tun, wenn du deinem Kind eine möglichst rauchfreie Zukunft bieten willst. Verschaffen wir uns mal einen allgemeinen Überblick über die Situation.

Zigaretten sind allgegenwärtig

Zigaretten sind überall im Alltag präsent. Viele Menschen rauchen, in der Werbung werden Zigaretten als das Symbol von „Freiheit und Abenteuer“ propagiert und häufig wird auch im Elternhaus geraucht. So ist es eigentlich ganz normal, dass Kinder und Jugendliche versuchen, eine oder auch mehrere Zigaretten zu rauchen. Dieser Prozess gehört zur gewöhnlichen Entwicklung dazu und ist zunächst kein echtes Problem. Problematisch wird es erst, wenn das subjektive Gefühl positiv ausfällt – dann ist es wahrscheinlich, dass Kinder und auch Jugendliche im weiteren Verlauf immer häufiger zur Zigarette greifen werden.

Aus diesen Gründen fangen Kinder an, Zigaretten zu rauchen

Die Gründe, warum Kinder zur Zigarette greifen, sind sehr unterschiedlich. Die hauptsächlichen Ursachen fasse ich dir jetzt mal stichpunktmäßig zusammen, denn Fakten zu kennen wird dir helfen, dein Kind vom Rauchen abzuhalten.

Mögliche Ursachen für den Griff zur Zigarette

  • Kinder und Jugendliche wollen sich erwachsen fühlen.
  • Sie wollen durch das Rauchen ein Statement abgeben, dass sie sich gesellschaftlichen Normen und Werten nicht unterwerfen.
  • Die Anerkennung und der daraus resultierende Status bei Gleichaltrigen steigen vermeintlich an.
  • Zigaretten bieten als psychoaktives Rauschmittel ein Gefühl von Entspanntheit, wodurch sich ein möglicherweise vorhandener Leistungsdruck besser bewältigen lässt.
  • Vor allem Jugendliche beginnen zu rauchen, weil sie gehört oder gelesen haben, dass man durch das Rauchen schlank werden kann bzw. nicht an Gewicht zulegt.
  • Kinder und Jugendliche verknüpfen mit dem Rauchen ein imaginäres Selbstbild, in dem sie besonders cool wirken.
  • Oftmals wird die Zigarette auch dann geraucht, um Langeweile zu überbrücken.
  • Die Konzentration fällt nach dem Rauchen vermeintlich fokussierter aus.
  • Über Zigaretten kann man mit anderen Rauchern Kontakt knüpfen.

Zwei Wege, die du als Vater gehen kannst

Du hast als Vater grundsätzlich zwei Möglichkeiten, die du bestenfalls beide beschreiten solltest, um dem Problem entgegentreten zu können. Die erste wichtige Option ist die Prävention. Thematisiere das Thema bei einer guten Gelegenheit und finde heraus, wie dein Kind über das Rauchen an sich denkt. Dieser Weg kann ungefähr so aussehen:

Gespräche als präventive Maßnahme gegen das Rauchen

Wenn du mit deinem Kind über das Rauchen sprichst, wenn es zwischen 10 und 12 Jahren ist, wirst du in der Regel auf eine drastische negative Meinung stoßen. Sofern du und/oder deine Partnerin selbst Raucher sind, wird sich dein Kind mit dir immer wieder Konflikte schüren, um dich/euch vom Rauchen abzuhalten. Sollte dein Kind eine derart kritische Haltung gegenüber dem Rauchen zeigen, ist die positive Bestärkung dieser Haltung ein guter Ansatz. Wichtig ist aber, dass du dabei keine Übertreibungen einbringst. Dein Kind ist nicht dumm und hat sich sicherlich auf die eine oder andere Art über die Thematik informiert.

Je früher du das Gespräch mit deinem Kind suchst, desto besser sind die Aussichten, mit dieser präventiven Maßnahme Erfolg zu haben. Diese Gespräche können früher oder später den Ausschlag dafür geben, wie dein Kind sich künftig mit dem Thema Zigarette auseinandersetzt.

Du hast dein Kind beim Rauchen erwischt: So solltest du vorgehen

Wenn du dein Kind in flagranti erwischt hast oder sich die Indizien, dass dein Kind raucht, verdichten, solltest du es nicht einfach abtun. Suche das offene und ehrliche Gespräch, auch wenn es zu Beginn nicht besonders positiv ausfallen wird. In der Regel reichen die ersten Reaktionen von mangelnder Gesprächsbereitschaft über das Abstreiten bis hin zum Verharmlosen des Rauchens. Versuche, dir in diesen Situationen ins Gedächtnis zu rufen, dass Kinder und im Speziellen Jugendliche nicht lehrerhaft belehrt werden wollen.

Auch Forderungen werden nicht zum gewünschten Ziel führen. Besser ist es, wenn du deinem Kind in ruhiger Art und Weise Fakten vermittelst, mit denen es sich dann in aller Ruhe allein auseinandersetzen kann. Der nachfolgende Leitfaden soll dir helfen, diese Gespräche möglichst ideal führen zu können.

Warte auf eine passende Gesprächssituation
  • Es wäre grundfalsch, deinem Kind überfallartig ein Gespräch aufzuzwingen, wenn es sich gerade mit anderen Themen beschäftigt. Auch Kinder und Jugendliche können zu einem zeitlich fixierten Termin zum Gespräch aufgefordert werden. Vereinbare einen solchen Termin mit deinem Kind.
  • Das Gespräch sollte in entspannter Atmosphäre stattfinden. Bestenfalls findest du eine Möglichkeit, unter vier Augen mit deinem Kind über deinen Verdacht sprechen zu können. So entsteht kein zusätzlicher Druck durch die Anwesenheit anderer Menschen.
Beachte die Regeln der Kommunikation: Höre zu und frage nach
  • Es ist grundfalsch, einen Monolog zu halten und den eigenen Standpunkt als den einzig richtigen zu kommunizieren. Wenn du die Meinung deines Kindes erfragst, wird es sich ernst genommen fühlen und zugänglicher sein.
  • Unterstelle deinem Kind keinesfalls irgendwelche Gründe, warum es rauchen würde. Dein Kind hat eine eigene Motivation dafür, die du in Erfahrung bringen musst. Deshalb ist es wichtig, deinem Kind aufmerksam zuzuhören und dein Interesse an der Thematik klarzumachen.
Auch deine Meinung ist ein wichtiger Punkt des Gesprächs
  • Neben dem Zuhören und Hinterfragen ist auch deine eigene Meinung und Haltung zum Thema „Rauchen“ ein wichtiger Punkt des Gesprächs. Wenn du deine eigene negative Meinung zum Thema kommunizierst, bietet das auch einen Anreiz für dein Kind, sich mit dieser Meinung auseinanderzusetzen.
  • Erkläre deinem Sohn oder deiner Tochter, warum du dir wünscht, dass er bzw. sie mit dem Rauchen aufhören sollte. Arbeite mit Fakten und gerne auch mit deinen eigenen Emotionen, um deinem Wunsch entsprechenden Nachdruck zu verleihen.
  • Aus den Grundregeln der zielgerichteten Unterhaltung kennt die Psychologie einen Grundsatz, den du dir zu Herzen nehmen solltest: Vermeide es unbedingt, zu häufig „DU“ zu sagen. Eine häufige Wiederholung dieser persönlichen Anrede wird vom Zuhörer bei unangenehmen Themen immer als Schuldzuweisen aufgenommen.
Du führst das Gespräch – nicht dein Kind
  • Vermeide es unbedingt, lange Monologe zu halten. Lass dein Kind immer wieder zu Wort kommen, sodass es sich nicht autoritär behandelt fühlt.
  • Stelle sicher, dass du während des Gesprächs nicht dazu übergehst, von einem vertraulichen Gespräch hin zu einem Verhör zu schliddern. Sobald sich dein Kind fühlt wie im Verhörsaal wird es sich verschließen.
  • Bleibe unbedingt beim eigentlichen Thema. Dein Kind wird, je älter es schon ist, zunehmend versuchen, das Gespräch in eine weniger unangenehme Richtung zu lenken.
Triff Vereinbarungen mit deinem Kind – auf Augenhöhe!
  • Dein Ziel ist es, dass dein Kind mit dem Rauchen aufhört. Dazu ist dir jedes Mittel recht – und deshalb musst du zielgerichtet bleiben. Triff Vereinbarungen mit deinem Kind, vermeide aber die Androhung von Strafen.
  • Dein Ziel ist es, dass dein Kind mit dem Rauchen aufhört. Dazu ist dir jedes Mittel recht – und deshalb musst du zielgerichtet bleiben. Triff Vereinbarungen mit deinem Kind, vermeide aber die Androhung von Strafen.
  • Du sollst dich nicht aktiv in den Prozess des Aufhörens einmischen. Viel besser ist es, wenn du deinem Kind deine Hilfe und Unterstützung anbietest, ihm diese aber nicht aufzwingst.
Sei vorbereitet – Wissen um die Fakten ist essenziell

Während des Gesprächs wirst du sicherlich auch gefragt, warum du so gegen das Rauchen bist. In dieser Phase des Gesprächs solltest du um die harten Fakten wissen, damit du deine Einstellung mit Wissen untermauern kannst. Das macht dich und deine Position wesentlich glaubwürdiger. Erkläre deinem Kind nicht nur die langfristigen gesundheitlichen Folgen, sondern auch die unmittelbaren Kritikpunkte, die sofort auftreten. Dazu gehören unter anderem diese:

  • Fürchterlicher Mundgeruch, obwohl er/sie es selbst nicht merkt.
  • Die Kosten, die das Rauchen mit sich bringt.
  • Sportliche Leistungen und die allgemeine Kondition brechen drastisch ein.

Das Rauchen verbieten ist einfach – und nutzlos

Sicherlich, du kannst deinem Kind das Rauchen einfach verbieten. Das macht keine Mühe und ist in einem Satz gesagt. Blöderweise ist es aber so, dass ein pauschales Rauchverbot keinen Erfolg haben wird. Das liegt einfach daran, dass dein Kind die meiste Zeit sowieso nicht unter Kontrolle ist, sondern sich außerhalb aufhält. Wenn es ganz blöd läuft, wird dein Kind dich hintergehen und eben außerhalb rauchen.

Das Ziel wäre damit verfehlt. Das reine Verbot, die Bestrafung und angedrohte schlimme Konsequenzen werden dich deinem Ziel nicht näher bringen. Dein Auftrag als Vater ist, dein Kind dazu zu bringen, sich selbst kritisch mit dem Rauchen auseinanderzusetzen. Du musst natürlich deine klare Haltung dazu zeigen, damit sich dein Kind daran orientieren kann.

Die Möglichkeit nutzen, Vereinbarungen zu treffen

Die einfachste Variante, zu einer gemeinsamen Vereinbarung zu kommen, ist, wenn ein klares Ziel und eine klare Belohnung fixiert werden, sofern die Vereinbarung vonseiten deines Kindes eingehalten wird. Solltest du es schaffen, dass du mit deinem Kind eine derartige Vereinbarung getroffen hast, bist du auf dem allerbesten Weg, dein Kind rauchfrei zu halten.

Vergiss aber nicht, dass es mit einem einzigen Gespräch nicht getan ist. Du solltest das Thema immer mal wieder ansprechen und herausfinden, auf welche Schwierigkeiten dein Kind gestoßen ist oder ob Erfolge gefeiert werden können.

Endziel: rauchfrei sein – definiere dieses Ziel unmissverständlich

Das Ziel, dein Kind wieder zu einem Nichtraucher zu machen, musst du im Zuge der Gespräche und ganz speziell bei den Vereinbarungen klar kommunizieren. Selbst dann, wenn es nicht funktionieren sollte, dass dein Kind vollständig aufhört, müssen klare Regelungen getroffen werden, die im Zuge der Vereinbarung eingehalten werden müssen.

Beispielsweise könnte die entsprechende Vereinbarung lauten, dass nicht in der Wohnung oder im eigenen Zimmer geraucht werden darf. Biete deinem Kind auf jeden Fall alle Möglichkeiten an, damit es auch aus eigener Initiative heraus versucht, das Rauchen sein zu lassen.

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